Edelmetall & Co.

Kurzeinführung ins Thema

Seit im Jahr 2008 die Finanzkrise (die im Grunde viel mehr eine Systemkrise ist) Ihre Wirkung immer mehr entfaltet, werden die Edelmetalle Gold und Silber von immer mehr Menschen als Anlageform für Ihr Erspartes wiederentdeckt.

Das Vertrauen in das gegenwertig weltweit etablierte System des ungedeckten Papiergeldes sinkt mit jedem neuen Rettungspaket, mit jedem neuen Bailout, mit jeder neuer Meldung über die völlig aus dem Ruder gelaufene Verschuldung von Privatpersonen, Unternehmen und vor allem Staaten.

Täglich werden neue Milliarden- und Billionenbeträge aus dem Nichts geschaffen und damit der Wert der Währung zunehmend verwässert und nach und nach vernichtet und Sparer mehr und mehr enteignet. Der einzige Weg um dieser Enteignung durch Inflation zu entgehen ist die Flucht in Sachwerte. Häufig werden hier Aktien und Immobilien empfohlen. Beide mögen zwar in Zeiten anziehender Inflation nominal an Wert gewinnen, bergen jedoch massive Risken.

Aktien bergen immer das Risiko eines Gesamtverlustes, wenn das Unternehmen bankrott geht. Hohe Inflation führt zwar nominal zu höheren Unternehmensewinnen und höheren Börsenwerten, diese Anstiege liegen jedoch in aller Regel deutlich unter der Inflationsrate, da hohe Inflation wie ein gewaltiger Bremsklotz für die Wirtschaft wirkt und die Unternehmen (trotz nominaler Wertsteigerung) idR massiv schwächt.

Immobilien sind trotz einiger Korrekturen in manchen Ländern und Region nach wie vor massiv überbewertet. Die Nachfrage wird durch die nach wie vor enorm niedrigen Kreditzinsen angeheizt. Sobald jedoch die neu geschaffenen Geldmengen nach und nach in Umlauf geraten und zu immer weiter steigender Inflation führen, werden Kreditzinsen zangsläufig massiv ansteigen. Keine Bank wird einen Kredit für 4% Zinsen pro Jahr vergeben, wenn die Inflation ein vielfaches davon beträgt. Dementsprechend bricht die Nachfrage bei Immobilien ein. Die Preise mögen zwar ev. nominell immer noch steigen, im Vergleich zu anderen Sachwerten jedoch dramatisch an Wert verlieren.

goldbarren

Gold ist im besten Sinne des Wortes Geld (selbiges gilt für Silber). Gold hat sich über Jahrtausende in verschiedenen Kulturen unabhängig voneinander als besonders wertvolles Gut durchgesetzt und behauptet. Gold und Silber haben sich aus einem natürlichen Marktprozess heraus als Zahlungsmittel durchgesetzt, da Sie die notwendigen Eigenschaften (Transportierbarkeit, Teilbarkeit, Haltbarkeit, hohe Kaufkraft und Einheitlichkeit) am besten erfüllen. Und  nur ein solches, nicht beliebig vermehrbares Gut mit intrinsischem Wert kann letztendlich die Aufgaben guten Geldes dauerhaft erfüllen. Nur ein solches Gut wird sich dauerhaft als Tauschmittel, Wertaufbewahrungsmittel und Wertmaßstab behaupten.

Besonders in Zeiten hoher Inflation bzw. Hyperinflation waren ein paar Goldmünzen für viele Familien der letzte Rettungsanker, nachdem Papiergeldersparnisse weitestgehend entwertet wurden. Daher können wir auch heute nur jedem dringendst empfehlen, zumindest einen Teil seines Ersparten in Gold und Silber in physischer Form (also in Form von Goldmünzen oder Goldbarren, bzw. Silbermünzen und Silberbarren) anzulegen. Denn bei Zertifikaten, ETFs und anderen Formen des indirekten Golderwerbs ist in einem worst case Szenario die tatsächliche Verfügbarkeit mehr als fraglich.